Resolution vom 5. veganen Bodensee Zukunftsforum

Bericht über das 5. vegane bodensee Zukunftsforum:

„Die Art wie wir Landwirtschaft betreiben  und wie uns ernähren bestimmt unser Schicksal“ !
Klare Forderungen beim 5.Veganen- Bodensee- Zukunftsforum in Radolfzell

Die rasche Beendigung der Milchwirtschaft, die auch schon rein wirtschaftlich  keine existenzsichernde Zukunft  mehr hat, der Ausstieg aus der Tierzucht insgesamt sowie die intensive Förderung einer zukunftsfähigen Landwirtschaft, in Form des biologisch-veganen Land- und Gartenbaus – Ökolandbau ohne „Nutztiere und ohne Gentechnik  waren die zentralen Ergebnisse und Forderungen des 5. Veganen Bodensee-Zukunftsforums.

Vor allem sind es gewichtige ökologische, ethische, gesundheitliche, tierschutzrechtliche Gründe, aber auch Probleme der Welternährung, Fragen des Friedens sowie die der volkswirtschaftlich Sinnhaftigkeit, die für einen Ausstieg aus einer agrar-chemischen, konventionellen Landwirtschaft mit Tierzucht sprechen.

Bereits in seinen einführenden Worten sprach es der Leiter der Veranstaltung, Reiner Degen, aus Stockach, selbst seit über 40 Jahren konsequent Bio-Veganer und zudem, langjährig engagierter Umwelt/Naturschützer, aktiv in der Friedensbewegung, Vertreter für humane, ethische, ökologisch-soziale Wirtschaft, klar und unmissverständlich deutlich aus:

„Bei der Förderung der veganen Ernährungs-, Lebens-und Friedenskultur geht es bei weitem nicht  einfach nur um  einen anderen, tierfreundlichen, gerechten und gewaltfreien Umgang mit den Tieren und um einen schon vielfach, durch weltweite, wissenschaftlich nachgewiesen gesündere Ernährung.“

So erkennen und sagen es neben den erfreulicherweise immer mehr werdenden Veganer/-Innen auch zunehmend anerkannte, von Lobbyinteressen unabhängige Wissenschaftler, Ökologen, Zukunfts–und Friedensforscher, der Weltagrarrat und einzelnen UN Organisa-tionen: „Ein weltweite Verschiebung hin zu einer veganen Ernährung ist unverzichtbar, um die Welt vor Hunger, durch hohe Energie-kosten verursacht Armut und den schlimmsten Folgen des Klimawandels zu retten.“

Gemeinsam wurden im weiteren Verlauf des Bodensee- Zukunftsforum wechselweise das Vegane – Bodensee Friedensmanifest von aktiven Veganer/Innen aus der Region vorgetragen, in dem zentrale Aussagen für einen wirklich konsequenten Tierschutz und die wichtigen Zusammenhänge und Folgewirkungen der fleisch- und milchbetonten Ernährung  vorgetragen.

Anschließen wurden von R. Degen einzelne zentrale Fakten insbesondere zu den negativen Umweltbelangen, so die zahlreichen Gewässer- Boden –und Luftverschmutzungen, der überaus hohen Energie-Wasser- und auch Nahrungsmittelverschwendung hervorgehoben, die unbedingt für eine grundlegende  Ernährungs-und Agrarwende sprechen und auch  die sogenannte Energiewende wesentlich erleichtern oder überhaupt erst möglich machen.

Hierzu nur einige wenige Zahlen: „Landwirtschaft, vor allem Fleisch und Milchprodukte sind für 70 % des weltweiten Frischwasserkonsum, 38 % des gesamten Landverbrauchs und, laut einer Studie des renommierten World Watch Instituts für 51% der weltweiten, für den Klimawandel Treibhausemissionen verantwortlich, wenn man auch die indirekten Effekte miteinrechnet.“ Was natürlich auch sinnvoll ist, um zu wirklich tragfähigen Ergebnissen zu kommen.

In Anbetracht der bekannten Tatsachen über die überaus großen negativen Folgen dieser Art von Landwirtschaft, wurde es von R. Degen als eine Schande, ja große Unverantwortlich-keit insbesondere gegen über den nach uns kommenden Generationen bezeichnet, dass diese für das Überleben auf der Erde für Mensch, Tier und Natur so wichtige Aspekte z. B. bei den Verhandlungen über das Weltklima bisher so gut wie gar nicht oder bestenfalls eine untergeordnete Rolle gespielt hat.

Der Schwerpunkt dieses Zukunftsforums lag in Behandlung von verschiedenen weiter-führenden Aktivitäten, bei denen besonders eine Resolution an Verantwortliche in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf Bundes- und Landesebene unter dem Titel „Die Art wie wir Landwirtschaft und Gartenbau betreiben und wie wir uns ernähren, bestimmt unser Schicksal“.

Hierin wurden alle relevanten Aspekte, die hier nur kurz angerissen werden konnten, ausführlicher und prägnant mit entsprechenden klaren Forderungen verbunden, die eben eine Beendigung der Milchwirtschaft, die bekanntlich auch Schlachthöfe erfordert (An der Milch klebt Blut) und den stufenweise, aber schnellen Ausstieg aus der Nutztierhaltung fordert. Die Änderung des Tierschutzgesetzes, das ja bisher nur ein Tiernutzungs- Schutz-gesetz ist, das ja vielfache Nutzung von Tieren erlaubt und in Wahrheit kein echter Schutz bedeutet, ist eine weitere zentrale, sicherlich radikale Forderung gewesen, die dem empfohlenen Veganen Humanismus Nachdruck verleiht, aus der klaren Erkenntnis: Ethik ist wichtiger als Religion.

Die ausführliche Version der verabschiedeten Resolution kann unter Offener Brief nachgelesen werden.

Aber auch existenzsichernde Maßnahmen für die Landwirtschaft, die in früheren Vegane Zukunftsforen bereits ausführlich aufgezeigt wurden, sind kurz angesprochen worden.. In einer lebhaften Diskussion mit einem engagierten Landwirt mit Tierzucht- Milchkuhhaltung wurde deutlich, wie schwer es betroffenen Menschen trotz eindeutiger klaren Tatsachen fällt, unbequeme Informationen, Wahrheiten zur Kenntnis zu nehmen. Es bedeutet eben ein radikales Umdenken im Verhältnis zwischen Mensch und Tier, das verständlicherweise oft schwerfälllt

Ein reichhaltiges Angebot an Büchern, Zeitschriften und einschlägigem Infomaterial rundete das bunte Informations-und Aktionstreffen , das auch von Interessierten Menschen aus Freiburg, Reutlingen, Tübingen, Rottweil und anderen Orten im Hinterland besucht wurde..

Kontaktadresse und für weiterführende Informationen unter reiner.degen@gmx.de