Bodensee-Vegan

Bericht von der 1. internationalen veganen Bodeseekonferenz in Konstanz

 Das Ergebnis der internationalen veganen Bodenseekonferenz am 20. Oktober 2012 in Konstanz war ein gewisser Meilenstein auf dem Weg zu einer Länder übergreifenden engeren Zusammenarbeit im Bereich der veganen Bewegung, der Mut macht und Hoffnung gibt für die künftigen Aktivitäten.

Hier zunächst die teilnehmenden Organisationen:

  • Vegetarierbund – Regionalgruppen Hegau-Bodensee und Konstanz,
  • Thurgau vegan, St. Gallen vegan,
  • Bund für vegane Lebensweise,
  • ProVegan (Dr. E. W. Henrich),
  • Stiftung  Das Tier und Wir – Tierethik um Unterricht ,
  • Benefactum (vegane Gruppe aus Liechtenstein.

Eine Vertreterin der Veganen Gesellschaft Österreich war fest angemeldet auch sehr gerne dabei gewesen, bekam aber unterwegs fahrtechnische Probleme und war somit verhindert. Die Vegane Gesellschaft Schweiz und die Organisation Tier im Recht sind an einer Kooperation grundsätzlich auch sehr interessiert, waren aber anderweitig terminlich eingagiert, bzw.sind zur Zeit arbeitsmäßig am Limit. Aber alle angesprochenen Organisationen werden über die wesentlichen Punkte informiert.

In seinen einführenden Worten hob Reiner Degen, VEBU und Bund für vegane Lebens-weise, die grosse Tragweite der veganen Ernährung und Lebensweise sowie des Friedens zwischen Mensch und Tier hervor. Beide Themen, die eng miteinander verbunden sind, reichen ja bekanntlich in viele wichtige politische und gesellschaftliche Bereiche hinein, wie Gesundheit, Ökologie (Natur – und Umweltschutz, Energie, Wasser, Klima), Welternährung, Landwirtschaft, Ethik, Tierschutz, Tierrechte, Frieden, Soziale Gerechtigkeit, soziale Sta-bilität, Spiritualität, Kultur.
Diese Vielschichtigkeit der Thematik zeigt, wie groß der angestrebte Wandel ist, den es auf geeignete Weise zu  verdeutlichen gilt.

Es ist insgesamt eine höchstpolitische und zugleich höchstpersönliche Angelegenheit, wo es darum geht mit kluger intelligenz, Einfühlungsvermögen eine breit angelegte  Aufklärungs – Informations – Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.

Dafür ist die Kooperation mit so vielen einschlägigen Organisationen und Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen über Ländergrenzen hinweg ein erfolgversprechender Weg.

Die nachfolgende, rege – brainstormingartige – Aussprache, über die möglichen und sinnvollen Ansatzpunkte einer wirksamen Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation, aus der hier nur zusammenfassend zitiert werden kann und soll, zeigte die Vielfalt denkbarer Aktivitäten, Aktionen auf, aus denen heraus es galt, gewisse Schwerpunkte herauszuarbeiten.

Hierzu einige Bespiele:

  • Tierschutz im Unterricht wie nach dem erfolgreichen Beispiel der schweizerischen Stiftung “Das Tier und Wir” auch in  Deutschland massiv verstärken und bewußt darauf aufmerk-sam machen.
  • Kochkurse (interessante Angebote der Veganen Gesellschaft Schweiz) und vegane Mittagstische auf breiter Ebene (Schulen, Kantinen usw. und private) fördern.
  • Zukunftskonferenzen mit BUND, NABU, Greenpeace und ähnlichen NGO`s in CH, A und D zum Themenbereich “Ökologie – Landwirtschaft – Klima -Welt-)Ernährung – Konsequenter Tierschutz – Gerechtigkeit oder so ähnlich, gemeinsame Aktionen mit genannten Organisationen gegen Massentierhaltung.
  • Größere Aktionen über Aufklärung über Milch, Fleisch und ihre Risiken, besonders Eltern ansprechen, hierzu auch Infobroschüre und Newsletter von ProVegan verwenden,(kann in größeren Mengen kostenlos angefordert werden) insbesondere gezielt Aktionen bezüglich der stark gepriesenen Milch, Milchinformationsmappe
  • Intensive Förderung des bio-veganen Land und Gartenbaus, Kooperation mit dem bereits bestehenden bio veganen Netzwerk in Deutschland ausbauen, eigenen Arbeitskreis bilden,  Existenzalternativen für Landwirte, die aus der Tierzucht aussteigen wollen, aufzeigen, siehe.auch Beratungststelle der Veganen Gesellschaft Schweiz, Erarbeitung eines stufenweisen Ausstiegs -und Umstiegskonzept.
  • Die vom VEBU geplante Aktion zum Reformationstag (31. Okt . 2012) ein Thesenpapier zum Verhältnis Mensch – Tier und Religion an Kirchentüren zu heften, stieß auf reges Interesse. Interessierte können sich der Aktion in ihrem Bereich anschließen.

Weiterführende  Aktionen zum Themenkreis “Ethik – Tierrechte – Religionen ” sind angedacht.

Allgemein gilt es, einerseits durch attraktive, zum Nachdenken anregende Aktivitäten auf unsere zentralen Anliegen aufmerksam zu machen und anderseits durch für manche “provokative” Aussagen, die aber wissenschaftlich belegbar, leicht vollziebar zu vermitteln sind, ins Gespräch ins Gespräch zu kommen. Die offensichtliche Widersprüche zwischen sogenannten Nutztieren, die man nach Belieben töten und essen kann, um eines kurzen Gaumenkitzels willen und Tieren, die man liebt und streichelt, bzw. kuschelt sind dafür ein gutes Bespiel.

 Es bestand schnell Einigkeit über die Namensgebung und Untertitel der länderübergreifenden Kooperation

Bodensee – Vegan

Bündnis für Frieden und Freundschaft zwischen Mensch und Tier

 wurde als ein kraftvollervoller, ausdruckstarker, nicht groß erklärungsbedürftiger Name empfunden.

Allgemein wurde ein regelmäßiger Austausch zwischen den beteiligten Organisationen aus D – A – CH – FL ,vorzugsweise per Intertnet, über interessante Information und wichtige Veranstaltungen und gegenseitige Unterstütztung vereinbart.
1- 2 Mal im Jahr soll eine größere gemeinsame Informationsveranstaltung stattfinden, im Vorfeld dazu aus zeit/ökonomischen Gründen jeweils ein Aktiventreffen. 1 Mal im Jahr ist an ein offenes Begegnungstreffen, einfach zum freien Gedankenaustausch und persön-lichem Kennenlernen gedacht.

Als erste größere gemeinsame Veranstaltung ist ein veganes Strassenfest (Veggie street day oder so ähnlich mit einem infomativen Begleitprogramm, Vorträge, Workshops Aktionen vor Ort) im Frühjahr, April/Mai 2013. in Konstanz geplant. Hierzu konnte Dr. Ernst Walter Henrich von ProVegan als Vortragsredner zum Themenkreis “Ernährung und Gesundheit – Risiken von Fleisch und Milch ” gewonnen werden

Nähere Einzelheiten dazu und weiteren wichtigen Fragen zur Weiterentwicklung von Bodensee- Vegan werden in einem Arbeitskreis erarbeitet. Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Treffpunkt wird im Hotel “Swiss Vegan” in Kreuzlingen/CH sein.

Der Aufbau einer eigenen Homepage und regelmäßig gute Pressearbeit wurde ebenfalls beschlossen.

Mit einem Gruppenfoto und der nachstehenden ermutigenden Aussage wurde die vegane Bodenseekonferenz beschlosen:

“Man sollte nie dem Glauben verfallen, eine kleine Grupe ideenreicher, engagierter Leute könnte die Welt nicht verändern.
Tatsächlich wurde sie nie durch etwas anderes geändert

(Mararet Mead 1901-1978 amerikanirsche Anthropologin)

Reiner Degen, Stockach , VEBU Bund für vegane Lebensweise.